Philosophie

Kinder

09. September 2025

Der Mensch ist ein erschaffendes Wesen. Das gilt für seine Umwelt, aber auch für sich selbst. Wir leben und überleben, indem wir unsere Umwelt und uns selbst transformieren zu einem Zustand, der unserem Leben dienlich ist. Wir transformieren nach unserem eigenen Ideal. Das höchste, nach dem wir streben. Die eigenen Weltvorstellungen und das eigene Menschenbild informieren dieses Ideal. Kinder sind dabei der höchste Akt des Erschaffens und Teil vom Streben nach dem eigenen Ideal. Es ist das Weiterführen und Weitergeben der Gabe des Lebens. Kinder sind der Ausdruck von Lebensfreude und Dankbarkeit für das eigene Leben. Nichts könnte dem gleichkommen, diese Freude mit einem anderen Menschen zu teilen und in dem Prozess ein neues Leben zu erschaffen, welches diese Freude weiter und über das eigene Leben hinaus in die Welt trägt. Die Verkörperung von allem, was gut ist: Leben, Erschaffen, Dankbarkeit. Die eigenen Werte, die Liebe fürs Sein, werden durch und im Kind geehrt.

Verantwortung & Erziehung

Ein Kind geht aus deiner bewussten Handlung hervor. Damit kann ein Kind dir eine Schuld auferlegen. Menschen kommen unterentwickelt und hilflos auf die Welt. Somit ist ein Kind auch Verantwortung. Dir obliegt die Schuld, für dein Kind zu sorgen, bis du es erfolgreich dazu befähigt hast, für sich selbst zu sorgen. Vater oder Mutter sein heißt nicht, Sex haben und ein Kind gebären. Es heißt, die Verantwortung für ein Leben zu tragen, für dessen Gesundheit und Entwicklung zu sorgen. Aber auch diese Verantwortung irgendwann bewusst gehen zu lassen, damit das Kind selbst in den Genuss von Selbstwirksamkeit und Stolz kommen kann. Dieselbe Selbstwirksamkeit und Stolz den du empfindest für dein Kind und während des Prozesses der Erziehung.

Kinder als Spiegel der Seele

Häufig hört man die Aussage "In so eine Welt kann man keine Kinder setzen". Das ist weniger eine Aussage über die Welt, als über die eigenen Weltvorstellungen. Deine eigenen Gedanken über Kinder sind ein mächtiger Spiegel deines Wesens. Jeder Mensch, dessen primären Gefühle und Motivationen Dankbarkeit und Freude sind, kommt kaum umher, dieses ermächtigende und wohlige Gefühl in die Welt hinaustragen und weitergeben zu wollen. Menschen, dessen eigene Existenz von Leid, Kummer und Groll geprägt sind, projizieren dies häufig auf die Welt um sie herum. Wenn das der normale, unausweichliche Zustand des Menschen ist, wie könnte ein guter Mensch dieses Schicksal willentlich einem unschuldigen Leben aufbürden.

Das derzeitige Menschenbild vieler ist ein negatives, zerstörerisches und schlechtes. Während das 19. Jahrhundert von Optimismus und dem Ehren des Verstandes geprägt war, wendete sich das über das 20. Jahrhundert hinweg zu Pessimismus und Impotenz des Verstandes. Es geschah ein Übergang von einem sehr rationalen Zeitalter zu einem geprägt von Emotion und Autorität. Eine verbreitete Ideologie stellt "Die Natur" als Gott hin. Alles, die Tierwelt, Ozeane, Regenwälder, etc. sind Teil dieser Natur, nur der Mensch nicht. Der Mensch wird als Zerstörer dieser gesehen. Leben ist heilig, nur nicht das des Menschen. Der Mensch muss opfern, darf sich nicht ausdrücken, nicht tun, was für ihn am besten ist. Die logische Schlussfolgerung ist, dass man nicht noch mehr dieser zerstörerischen, schlechten Wesen in die Welt setzen kann. An vielen Orten wird von Depopulation gesprochen und durch viele, teils sehr subtile Methoden versucht herbeizuführen.

Dieses negative, schlechte Menschenbild von ihm als Zerstörer weise ich zurück. Mein Leben ist nicht schlecht, ich zerstöre nicht, ich erschaffe. Es kann einem Lebewesen nicht zum Vorwurf gemacht werden, seine Natur auszuleben. Zerstörung folgt aus einer Organisationsstruktur geprägt von Gewalt. Ich transformiere im Sinne meines Wesens. Ich habe das Recht und die moralische Pflicht, nach meinen Bedingungen zu leben. Ich erschaffe mein eigenes Glück. Ich erschaffe meine eigenen Kinder, welche ich nach meinen Idealen großziehen möchte und denen ich die Freude des Lebens schenken möchte. Der mächtigste Ausdruck meiner Güte und meines Lebenswillen.

Kenny Blöcker

Seit ich denken kann, wollte ich die Welt um mich herum verstehen. Als Life Coach kann ich meine Wissbegierde stillen und gleichzeitig die Freude am Lernen mit meinen Mitmenschen teilen.

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