Individuelle Besitzrechte gehen hervor aus deinem Recht auf Leben als Mensch. Sie bilden die einzig valide, widerspruchsfreie Instanziierung dessen. Jeder Mensch besitzt fundamental seinen eigenen Körper. Weiterhin besitzt er alles, was er sich durch die eigenen Handlungen aneignet. Dies schließt natürlich den einvernehmlichen Austausch von Gütern und Dienstleistungen mit anderen mit ein.
Das Recht des Einen kann niemals dem Anderen eine Pflicht auferlegen. Rechte sind also immer von einer negativen Natur. Sie sagen dir, was du zu unterlassen hast. Besitzrechte beschreiben das Unterlassen des gewaltsamen oder täuschenden Aneignens oder Beschädigens des Besitzes anderer.
Somit wird deutlich, dass Konzepte wie das Recht auf Bildung, Unterkunft, Essen oder Internet keine Rechte sind, sondern die Negation von Rechten. All diese Dinge werden Menschen nicht Gott gegeben, sie müssen produziert werden. Produziert von einem Menschen. Somit liegt der Besitz dieser Dinge in den Händen derer, die sie Produzieren. Diese positiven „Anti-Rechte“ des Einen erlegen also dem Anderen eine Pflicht auf. Die Pflicht, diese Güter und Dienstleistungen zu produzieren und zur Verfügung zu stellen. Das positive Recht des Einen macht den Anderen also zum Sklaven. Positive Rechte können nur durch ein System von Sklaverei und Gewalt in der Welt realisiert werden. Das simple Verweigern der Produktion führt zu einem nicht Vorhandensein dieser Dinge.
Weiterhin laufen positive „Anti-Rechte“ immer in die Fragestellung, was dieses Recht genau in der Welt bedeutet. Was einer als Essen wahrnimmt, ist für den anderen Gift. Was einer als Bildung bezeichnet, wird vom Anderen mit Indoktrinierung betitelt. Was einer als Unterkunft hinstellt, wird vom Anderen als Gefängnis oder gar Konzentrationslager wahrgenommen. Es führt immer zu einer Wertanmaßung, da Wert subjektiv ist. Das Resultat von positiven Anti-Rechten ist immer, dass einer oder eine Gruppe für alle anderen bestimmt, was dieses „Recht“ bedeutet und es anschließend als altruistischen Vorwand nutzt, Gewalt zu initiieren. Dabei ist es nichts weiter als eine geschickte Täuschung mittels Worten, um die eigene Gewaltherrschaft in den Köpfen der Subjekte zu rechtfertigen. Es wird versucht, das Gerechtigkeitsgefühl von guten Menschen als Waffe gegen sie Selbst und Andere einzusetzen.
